Behandlungsspiegel

Mundschleimhautvorsorge /-erkrankungen

Alle Veränderungen der Mundschleimhaut werden Mundschleimhauterkrankungen genannt. Die häufigsten Mundschleimhauterkrankungen sind sicherlich die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und die Parodontitis (siehe Kapitel Parodontologie). Dennoch gibt es noch eine Vielzahl von Veränderungen im Bereich des Mundraumes, die nicht den beiden erstgenannten zugeordnet werden können.

Die Ursachen für Mundschleimhauterkrankungen können manigfach sein: Bakterien, Pilze, Viren, durch thermisches Trauma, durch mechanisches Trauma, durch chemisches Trauma, durch Mutation entstanden, durch Medikamente verursacht, durch systemische Erkrankungen bedingt oder auch einfach unklarer Herkunft.

Genauso wie die Ursachen sind häufig auch die Symptome sehr unterschiedlich: gerötet, geschwollen, Schleimhautablösungen, Bläschenbildung, brennen, stechen, jucken, Zahnfleischwucherungen, … .
Die meisten Mundschleimhautveränderungen sind gutartig und stellen somit keine langfristig lebensbedrohliche Situation dar. Sie sind aber oft eine sehr lästige Sache für die Betroffenen. Aber es gibt auch unter den Mundschleimhautveränderungen bösartige Erkrankungen, die zu einer Zerstörung der oralen Strukturen führen. Je später diese Veränderungen erkannt und behandelt werden, umso komplexer die notwendige Therapie und umso schwerwiegender werden die Beeinträchtigungen für den oder die Patient(in) sein.
Als Faustregel gilt immer: Stellt man eine Veränderung bei sich fest, und sollte diese nach Ablauf von einer Woche nicht verschwunden sein, so muss unbedingt ein Zahnarzt, Parodontologe oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurg aufgesucht werden.