Implantate / Implantologie

Die Implantologie ist die Lehre von den “Möglichkeiten der Einpflanzung von Stoffe oder Dingen in den Körper.”

Mit Hilfe der Implantologie können heute verloren gegangene Zahnwurzeln durch “neue” ersetzt werden.

Hierbei wird eine Titanschraube / Keramikschraube in den Knochen “geschraubt”. Auf bzw. in dieser Schraube wird ein Adapter befestigt, mit deren Hilfe ein neuer Zahnaufbau (Krone) auf dem Implantat befestigt werden kann.

Funktionell und Ästhetisch übernimmt das Implantat damit wieder die gleiche Funktion ein, die vorher der Zahn inne hatte. Sie können somit genauso gut und hart wieder zubeißen und abbeißen, wie mit Ihren eigenen Zähnen.

Die Hauptvorteile der Implantate sind die dauerhaft feste Versorgung und die Nicht- oder Wenigbeanspruchung von kariesfreien Nachbarzähnen. Trotz der guten Möglichkeiten sollte jede Implantation jedoch diagnostisch gut vorbereitet werden und auch mit Rücksicht auf den aktuellen Gesundheitszustand des Patienten erfolgen.

Sie können somit genauso gut und hart wieder zubeißen und abbeißen, wie mit Ihren eigenen Zähnen

Besteht in einem Gebiss eine aktive chronische oder aggressive Parodontitis (siehe Kapitel Parodontologie), die nicht vollständig behandelt ist, dann kann diese, den Knochen zerstörende Erkrankung, auch auf neue oder bestehende Implantate übergreifen. Dies passiert umso wahrscheinlicher, da die Parodontitis durch Bakterien verursacht wird und diese kennen keinen Unterschied zwischen Zähnen oder Implantaten. Eine Parodontitis an einem Implantat wird Periimplantitis genannt.

Ob der Knochen nach Verlust eines oder mehrerer Zähne ausreichend für das Einsetzen von Implantaten ist wird heute mit Hilfe von einfachen Röntgenaufnahmen in der Praxis überprüft. Dies kann schnell durchgeführt werden.

Droht Ihnen Zahnverlust?

Implantate tragen neue Zähne

Genaue Analyse dank 3D-Röntgen-Aufnahme

In einigen Situation kann es vorkommen, dass die Information der normalen Röntgenbilder nicht ausreichend genug ist. Damit wichtige Strukturen wie Nerven nicht verletzt werden bzw. im Vorfeld ein möglicher Knochenaufbau und damit der Umfang der Therapie besser beurteilt werden kann, fertigen wir in solchen Fällen eine 3D-Röntgen-Aufnahme an.

Hierbei wird ein 3-dimensionales Bild des Kieferknochens durch die Aufnahme erzeugt und mit spezieller Software kann der Behandler die besonderen Fragestellungen besser klären. Auf Basis dieser Bildinformationen ist es möglich die zukünftige Implantatposition im Knochen genau festzulegen. Mit den dann ermittelten Daten kann eine computerunterstützte Bohrschablonen für die exakte Umsetzung der Implantatposition hergestellt werden.

In einigen Fällen ist die nach Zahnverlust vorhandene Knochenmenge jedoch nicht ausreichend für die direkte Einpflanzung eines ausreichend stabilen Implantates. Erfreulicher Weise hat die Forschung der letzten 10-15 Jahre sehr große Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht, sodass wir heute fast jede Knochensituation soweit verbessern können, dass stabile Implantate sicher im Knochen verankert werden können.

Oft ist es dabei sogar möglich den Knochenaufbau und die Implantation in gleicher Sitzung durchzuführen, was dem Patienten sowohl einen zusätzlichen Eingriff spart, wie auch die Gesamtbehandlungszeit bis zur Wiederherstellung der Kaufunktion verkürzt. Ob und wann ein Implantat als Ersatz für einen noch bestehenden oder schon fehlenden Zahn in Betracht zu ziehen ist, kann nur im Einzelfall entschieden werden.